• Feuchtfröhlich geht’s weiter

    Wir fahren zum Matsalu Nationalpark. Wobei – die Nationalparks, die wir bisher gesehen haben, unterscheiden sich nicht merklich vom Rest der Landschaft. Weil die sowieso unberührt, ursprünglich und wild ist. Einziges Manko: Es gibt kaum Möglichkeiten, zu Fuß zu laufen. So schnappen wir uns mal wieder die Klappesel und machen ordentlich Strecke auf nigelnagelneuasphaltierten Straßen mit ab und zu mal einem Auto aber meistens: nichts. Es geht vorbei an Wiesen, Wald und Feldern – angenehm kleinteilig und abwechslungsreich. Wird hier eigentlich traditionelle Landwirtschaft betrieben? In der Grundschule habe ich das gelernt; mit Fruchtwechsel und Brache im vierten Jahr. Wir versuchen, ans Meer zu kommen, aber es gibt nur einen Aussichtsplatz – immerhin mit prima Kaffee im Niemandsland!

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    1. Anonym

      Ihr habt zwar immer die🌞in Euren Herzen, aber sie sollte zumindest etwas mehr für Euch scheinen. Wie schön, dass ich an Eurer Reise teilnehmen kann! Viel Freude bei neuen Entdeckungen u. Erfahrungen. M/G

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  • Tallin, die Zweite

    Am zweiten Tag erkunden wir – bei Regen – die mittelalterliche, sehr aufwändig und schön restaurierte Altstadt. Kaffee und Kuchen gibt’s im ältesten Café vor Ort. Richtig gut und ein wunderbares Ambiente! Gegenüber an der russischen Botschaft Nadolny Gedenkschreiben … Man merkt in den russischen Grenzstaaten ziemlich deutlich die Präsenz der Bedrohung und die Stellungnahmen dazu.

    Die Nacht haben wir dann etwas außerhalb mit Blick auf Tallin verbracht. Aber der Regen nervt richtig und wir wollen weiter.

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    1. Tanja Witteler-Bals

      Guten Tag! Tallinn! Toll dort oder? Und jetzt auch mal eine Stadt bei der ich auch mitreden könnte! Weiterhin gute Reise euch!
      Ganz liebe Grüsse aus Essen vom Bau😉
      Tanja

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  • Die Esten werden die Letten sein.

    Immer wieder gerne von Micha zitiert. Funktioniert auch umgekehrt – ich bin mir grade nicht sicher, wie das Original war …

    Wir also von Helsinki schwupps nach Tallin, zweieinhalb Stunden mit der Fähre. Seit sich Estland auf einer Dokumenta vor gefühlten hundert Jahren so besonders humorvoll mit schwebenden Tannenbäumen präsentiert hat, möchte ich das mal erleben! Die estnische Tourismusseite visitestonia.com tut ihr Übriges dazu …

    Faszinierende Fakten über Estland

    Mehr als die Hälfte des estnischen Territoriums ist bewaldet.

    Mehr als ein Fünftel der estnischen Anbaufläche ist ökologisch zertifiziert.

    23 % der Fläche Estlands sind Naturschutzgebiete.

    Kein Ort in Estland ist weiter als 10 Kilometer von einem Moor entfernt.

    In Estland gibt es 2.317 Inseln.

    Unsere Luft ist die zweitreinste in Europa.

    Estland hat eine der geringsten Bevölkerungsdichten in Europa.

    In Estland sind 99 % der öffentlichen Dienste 24 Stunden am Tag online verfügbar.

    Auch in Tallin regnet es natürlich, aber die Stadt ist ein Hammer! Als wir da waren, fand grade das Sing- und Tanzfestival statt, zu dem Gruppen – alle in den jeweiligen Trachten – aus dem ganzen kleinen Land angereist sind. 20.000 Teilnehmer!!! Und das bei 1,5 Millionen Einwohnern. Es tat uns wahnsinnig leid, wie alle trotzend mit transparenten Regenponchos durch die Stadt gezogen sind. Es goss.

    Wir dagegen haben uns zügig zum Balti Jamm orientiert. Eine riesige Markthalle. Unten gibt es vor allem lokale Lebensmittel und allerhand Streetfood und auf der Galerie Vintage Klamotten und Flohmarktschnickschnack. Das aber eher teuer und uninteressant. Leider! Wir hoffen natürlich schon die ganze Zeit auf besondere Funde …

    Anschließend haben wir das Telliskivi Viertel – für uns – entdeckt. Alte Industriekomplexe, umgenutzt für Kreatives, Restaurants und Bars. Neben einer sehr guten Pizza im f-hoone gab`s einen Brassband-Auftritt und eine Padel-Party mit DJ und Grill. Padel ist wohl schwer angesagt im Norden – sieht auch echt spaßig aus!

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  • Wife Carrying

    »Die Weltmeisterschaft im Frauentragen, die jährlich in Sonkajärvi, Finnland, stattfindet, ist eine skurrile und unterhaltsame Veranstaltung, die Teilnehmer und Zuschauer auf der ganzen Welt anzieht. Bei diesem einzigartigen Wettbewerb müssen die männlichen Teilnehmer ihre weiblichen Teamkollegen in der schnellstmöglichen Zeit durch einen anspruchsvollen Hindernisparcours tragen. Die Veranstaltung ist eine reizvolle Mischung aus Humor, Sportlichkeit und finnischer Tradition und damit ein Muss für alle, die auf der Suche nach einzigartigen kulturellen Erlebnissen nach Europa reisen.«

    Auf dieses skurrile Event hat uns Gabi hingewiesen. Leider war die Bewerbungsfrist schon abgelaufen – sonst wären wir gerne für Deutschland angetreten. Die passenden Klamotten sind auf jeden Fall im Gepäck!
    Zeigt ein weiteres Mal den finnischen Humor …

  • Hellsinki

    … vs. Dunkelsteigi. Vorsicht, das Witzniveau sinkt auch!

    Wir haben uns blenden lassen vom Versprechen eines Hostels mit zentraler Lage und Aussicht über Stadt und Hafen aus dem 11. Stock. Einigermaßen zentral war es schon, aber mit üblem Ghetto-Feeling. Hochhäuser, um die der Wind pfiff und die Renovierungsplanen zum singen brachte. Verhuschte Gestalten. Monumentale Gangstertiefgarage mit Filmcharakter (Robbi!). Ausblick gab es zwar, aber durch schwer verdreckte Fenster … Naja. Die weichen Betten waren für zwei Nächte ok, aber wir sehnten uns sofort nach unserer Kuschelbox.

    Und irgendwie haben wir Helsinki nicht zu fassen gekriegt. Es hat wirklich sehr schöne Orte, sympathische Menschen und beeindruckende Architektur. Aber wir haben die Stadt nicht begriffen. Also für uns greifbar machen können. Es hat sich kein Bild zusammengefügt aus den Einzelteilen …
    Trotzdem war es den Besuch auf jeden Fall wert!

    Der Lasipalatsi (Glaspalast) lohnt sich zum Beispiel!

    Wir hatten Glück – die Kunstbiennale fand grade statt und der Hauptteil wurde auf der Insel Vallisaari inszeniert. Deren letzte Bestimmung war ein Militärstandort. Mit einer kleinen Fähre und einer halben Stunde Fahrt waren wir vor Ort. Vallisaari ist ein Naturparadies, auf dem sich aufgrund der langen Nichtnutzung Flora und Fauna nach Lust und Laune entwickeln konnten. Für die Biennale wurden das Gelände und die Erdbunker zum Teil freigegeben und auf die Räume und Gegebenheiten zugeschnitten bespielt. Besonders gefallen haben uns die Plastikdelphine (in Bronze), die wie vergessen oder angespült, erschlafft auf den Schären lagen.

    Pünktlich zum einsetzenden Regen konnten wir wieder auf die Fähre und haben uns in der Temppeliaukio-Kirche ein Konzert eines kalifornischen Chors engehört. Ganz gut, aber vor allem die Atmosphäre der Kirche ist der Wahnsinn. Rund in die Felsen gehauen, mit einer quasi schwebenden Kuppel aus Kupferbändern, die auf Betonstelen ruht.

    2 Antworten zu „Hellsinki“
    1. Gerd Muller

      Schlurfe bildlich etwas hinterher (Time after Time), weil ich mir das Fußgelenk gebrochen habe und die letzten Tage stundenlang auf Ärzte warten musste. Dona ist dann auch krank geworden mit Bronchien und Stirnhöhlen Infektion. Also, so sehr Helsinki scheinbar nicht den Punkt getroffen hat für Euch, wäre ich im Moment lieber in Euren Schuhen…. Bleibt gesund! Oh, liebe die roten Wildleder Schuhe mit Stöckelabsatz !

    2. RoMi

      +++ STOP +++ Wichtige Mitteilung +++ STOP +++ Urlaub sofort abbrechen +++ STOP +++ Umdrehen und Filmproduktion in Helsinki starten +++ STOP +++ 90 Min Feature Film drehen, Urlaub nächstes Jahr weiterführen, ist nicht mehr wichtig +++ STOP +++ Chormusik weiterhin aufnehmen und als Filmmusik verwenden +++ STOP +++ Habe alles Videomaterial eingepackt (125 kg auf zwei Handwagen) und steige jetzt in den Flieger nach Helsinki, ich mache Regie und Kamera, Schausspieler*innen vor Ort casten +++ STOP +++ Die Rechte liegen bei mir +++ Getränkebons und Mittagsverpflegung bei meiner Assisten einreichen, werden erstattet +++ STOP +++ STOP +++ STOP +++ Kein Signal mehr +++ STOP +++ Bitte Bier kalt stellen +++ STOP

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  • Gruß an Gerd! Wir waren NICHT in der Sauna – obwohl es in den finnischen Supermärkten eigene Abteilungen für Saunazubehör gibt. Und der finnische Tango: Was man mit Worten nicht sagen kann, oder?!

  • weiter geht’s durch Finnland

    Hier waren wir mal zwei Tage und haben sogar Federball gespielt und sind gepaddelt (Jungfernfahrt, hat sich bewährt!) – bei Sonne! So haben wir uns das eigentlich vorgestellt, bis uns die Regenfront erwischt hat … Gemein!

    2 Antworten zu „weiter geht’s durch Finnland“
    1. Anonym

      Sweeties, wie schön, das alles zu sehen und zu lesen, nachdem wir aus Amerika heil wieder rausgekommen sind. Danke, dass ihr mich mit euren Fotos und Geschichten mitreisen lasst. Noch ein Vorteil: Man erspart sich und den Lieben am Ende den großen Diaabend 🙂 Seid geküsst von Iris

    2. Anonym

      Hallo ihr Lieben,
      Versuche auf der Karte festzumachen wie weit ihr von Joensuu weg seid. Dort haben Ingi und ich in einem Holzhäuschen am See Urlaub gemacht. Na, ihr seid ja schon weiter nach Estland. Das kenne ich nun gar nicht. Habe aber ein Photo coffee table Buch , welches alte Frauen in den Baltischen Ländern in ihrem Umfeld darstellt, welches uns sehr begeistert hat. Ich bin also neugierig auf die nächsten Bilder und Erlebnisschilderungen. Mit der digitalen Kommunikation sollte es dort ja klappen, wenn man den Berichten über die Digitalisierung dieser Länder Glauben schenken kann. Grüsse aus Lexington. Gerd

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  • Sastamala – ein magischer Ort

    Zwischen See und Kirche von 1440 (!) mit einem so gepflegtem Plumpsklo aus schwarzem Styropor – das würde man sogar zu Hause nehmen. Grabsteine Mitte 1800 und ein faszinierendes Holzschindeldach mit immenser Höhe. Irre!

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  • Naantali und Rauma

    In Naantali war ordentlich was los für so ein kleines Städtchen. Schnuckeliger Hafen, Strandpromenade (übersichtlich) mit netten Restaurants und Cafés – zum Teil mit Live-Musik, allerdings nicht unser Genre … Auch hier: Die Finnen mögen ungezwungen zusammen sein, und sich zum Beispiel auch nach der Sauna noch nackt auf dem Balkon unterhalten. Die Architektur: eigen und hübsch. Auf riesigen Steinen gegründete Holzhäuser, die offenbar ewig halten. Trotz einfachverglaster Kastenfenster. Oder wegen? Uns kommt in den Sinn, dass vieles bei uns vielleicht auch überoptimiert ist.

    Kleiner Gruß an die Yoga-Fraktion!

    Den Abend haben wir mit Blick aufs Wasser mit einem Gläschen Wein auf dem Felsen verbracht. Auf dem Weg ist uns diese »verrückte« Uhr über den Weg gelaufen. Absicht oder Fehlplanung?

    Rauma haben wir dann auch noch mitgenommen und vor allem in einem sehr schrägen Café Pause gemacht!

    Eine Antwort zu „Naantali und Rauma“
    1. Anonym

      Mit Sicherheit ist bei uns Vieles überoptimiert; trotzdem oder deswegen? sind wir Meckerer..Lasst uns ein bisschen finnisch werden!Mami/Grit👍

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  • Egotrippi

    Voll fährenerfahren nehmen wir von Åland die Baltic Princess nach Naantali und landen auf dem finnischen Festland. Finnland ist irgendwie super – wilder als Schweden, eigenwilliger, kleinteiliger. Und die Sprache! Es ist rein gar nichts zu verstehen, außer … es gibt bekannte Worte, an die einfach ein „i“ angehängt wird. Das liest man dann wirklich an jeder Ecke und macht gute Laune.

    Hier nur ein paar Beispiele für die wunderbaren Wortschöpfungen!

    Nochmal zur Baltic Princess: Die hat sich hervorragend für das Studium finnischer Geselligkeiten geeignet. Lust zur Bewegung, Geplapper ohne Unterlass, keine Peinlichkeiten – weder vom Auftreten noch vom Styling. Da kommt ein sehr bodenständiges, ungekünsteltes Selbstbewusstsein rüber. Sehr zufrieden und in sich ruhend.

    PS. Wir haben noch einen Beitrag zu Schweden hinterhergeschoben – wer mag, der scrolle …

    2 Antworten zu „Egotrippi“
    1. Anonym

      Funfact: Reformator und Lutherbuddy Mikael Agricola hat zuerst die Lutherbibel in finnische übersetzt und in der Tat Worte die es im finnischen nicht gab aus dem deutschen übernommen und mit vielen iis eingefininscht. Als die Bibel dann fertig war musste Agricola feststellen das seine Landsleute sein ausgedachtes Finnisch garnicht lesen können und hat sich dann noch das Finnische Wörterbuch erfunden und die gesamte finnische Grammatik. Aus Dankbarkeit würde dann eine Cola nach ihm benannt, die bis heute immer noch (fast) seinen Namen trägt

    2. Gerd Muller

      Nun weiß ich nicht ob meine letzten Kommentare angekommen sind, denn ich kann sie nicht sehen. Zwei Fragen vorab: 1. Wart ihr schon in der Sauna? 2. Wisst ihr inzwischen, warum die Finnen so auf Tango stehen?
      Gab’s schon Kontakte mit Elchen?
      Gerd

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