

Ein Kommentar zu „Fundstückchen …“
-
Hallo ihr beide.
Wenn ich Euch ein paar Tage lang nicht besuche, dann bekomme ich Entzugssymptome. Danke Dir Petra für die Denkanstöße, mit denen ich mich recht gut auskenne als Hobbyphotograph. Wenn man sich später die Bilder ansieht, fällt einem auf wie viel von dem ursprünglichen Erleben sich doch verflüchtigt hat. Irgendwie haben Gerüche tatsächlich ein stärkeres Auslösmomentum als Bilder und selbst ein vor Ort gehörtes Lied rührt die Emotionen in der Erinnerung mehr an als ein Bild. Die Stärke des Wiedererlebens hängt so sehr von der Stärke der Gefühle ab, die im Zusammenhang mit dem Erleben hängen bleiben und die sind wohl extrem schwierig im Photo festzuhalten. Das bleibt wohl der Kunst überlassen, das nicht Gesagte oder das nicht Gesehene wieder zum Leben zu erwecken.
Übrigens bin ich selbst ein Fan einiger Autoren, die in der DDR aufgewachsen sind und die sich bemühen dieses ‘Sein Gefühl‘ künstlerisch zu vermitteln. Ich liebe Jenny Erpenbek‘s Kairos und Gehen, Ging, Gegangen sowie Lutz Seiler‘s Kruso und Stern 111. Werde mir also Maxi Wander‘s Buch besorgen. Wir können uns dann, wenn ich mal wieder in Hamburg bin darüber austauschen.
Wiederum: Herzlichen Dank für die Unterhaltung und die wundervollen Anregungen.
Gerd


Schreibe einen Kommentar