Lässiger Grenzübertritt nach anfänglicher Sorge wegen nicht vorhandener Versicherungskarte. Aber die Albaner wollen die zum Glück gar nicht sehen …
Es geht wieder in die Berge, denn wir wollen zur (oder zum? gendern???) Drin, von der es sogar zwei gibt: die weiße und die schwarze Drin. Der Weg ist eine Baustelle. Also nicht so eine Baustelle wie man sie sich vorstellt. Straßen, die scheinbar wahllos mehr oder weniger tief aufgerissen sind, schmale Stellen, an denen man bei Gegenverkehr kaum ausweichen kann, wenig vertrauenerweckende Brücken. Offenbar werden die Straßen für Wassermassen präpariert, die die Berge erzeugen – Regen und/oder Schnee? Kanalisation in jeder Form: Gräben, Rohre, Abflüsse … Und das wird alles bei irrer Hitze gebaut!
Wir landen bei Anton auf dem Campingplatz Principata am See Vau I Dejes. Das Kajak wird aufgepumpt – auch zur Freude einer deutschen Familie, denen ihr SUP in der Hitze geplatzt war. Ein Bikerpärchen aus Tschechien hat selbstgebrannten Raki dabei, der mit dem – besseren – von Anton im Vergleich probiert werden muss. Von den Männern. Die am nächsten Tag ganz leicht angeschlagen wirken … Anton spricht gut Englisch, er erzählt unter anderem, dass er als 11-jähriger alleine nach Griechenland gegangen ist. Zum Arbeiten. Wir schlackern mit den Ohren, aber er erzählt es ganz selbstverständlich. Da wird man mal wieder dankbar für die eigene Vergangenheit … Wir lernen auch, dass die osmanische Eroberung im 15. Jahrhundert den Menschen den muslimischen Glauben aufgezwungen hat, was viele der gläubigen Christen (wie Anton) heute noch beschäftigt. Das erklärt aber die präsenten Moscheen in jedem Dorf – war uns gar nicht bewusst. Hier bei Anton spüren wir schon die immense Freundlichkeit und Großzügigkeit der Albaner. Das toppt alle unsere bisherigen Erfahrungen.

Da hat es sich das Hof-Kätzchen ganz gemütlich gemacht in unserem Bett! Gut, dass wir sie nicht aus Versehen mitgenommen haben …






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